Weil er die Liebe nicht erwiderte: 49-Jähriger wollte Mann mit Nudelsuppe vergiften

Wiesbaden/Rüdesheim - Ein 49 Jahre alter Mann ist wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Der Angeklagter (M) wird beim Prozessbeginn im vergangenen Januar von seinem Rechtsanwalt Harald Roos (r) begrüßt.
Der Angeklagter (M) wird beim Prozessbeginn im vergangenen Januar von seinem Rechtsanwalt Harald Roos (r) begrüßt.  © dpa/Boris Roessler

Nach Überzeugung des Landgerichts Wiesbaden hat er eine Nudelsuppe vergiftet, um dadurch einen Mann zu töten.

Laut Anklage war der jetzt Verurteilte in das Haus des Mannes und dessen Frau in Rüdesheim eingedrungen und hatte Gift in einen Topf mit Nudelsuppe gekippt (TAG24 berichtete).

Dem Ehemann fiel ein seltsamer Geruch in der Suppe auf, sodass er sie an seine Hunde verfütterte, die anschließend mit schweren Vergiftungs-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden und überlebten.

Hintergrund der Tat war laut Staatsanwaltschaft, dass der 49-Jährige in den Mann verliebt gewesen war. Der Ehemann wies die Annäherungs-Versuche des Angeklagten jedoch zurück.

Der 49-Jährige wurde im April 2019 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bereits 2001 wurde er wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis vom Landgericht Memmingen angeklagt.

Angeklagter beteuerte bis zuletzt seine Unschuld

Neben der Verurteilung zu lebenslanger Haft haben die Richter auf die besondere Schuldschwere erkannt.

Eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ist damit rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

In seinem "letzten Wort" hatte der Angeklagte beteuert, nichts getan zu haben (Tag24 berichtete).

Die Urteilsverkündung wurde wegen der Corona-Pandemie ausgelagert und fand in einem Saal des "Hauses der Vereine" in Wiesbaden-Dotzheim statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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