Baby der Freundin zu Tode misshandelt: 23-Jähriger wegen Mordes vor Gericht

Würzburg - Nach dem gewaltsamen Tod eines Babys in Unterfranken (TAG24 berichtete) muss sich von heute (9 Uhr) an ein Mann wegen Mordes vor dem Landgericht Würzburg verantworten. 

Der 23-jährige Angeklagte sitzt im Landgericht zwischen seinen Anwälten Hans-Jochen Schrepfer (r.) und Tilman Michler auf der Anklagebank.
Der 23-jährige Angeklagte sitzt im Landgericht zwischen seinen Anwälten Hans-Jochen Schrepfer (r.) und Tilman Michler auf der Anklagebank.  © DPA/Karl-Josef Hillenbrand

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen vor, seine frühere Freundin und ihren Säugling immer wieder misshandelt haben.

Am 20. Dezember 2019 eskalierte die Situation wohl derart, dass der acht Monate alte Junge starb.

Der Deutsche soll den wehrlosen Säugling im Raum Gemünden am Main (Landkreis Main-Spessart) mit stumpfer Gewalt malträtiert und schließlich erstickt haben.

Die heute 21 Jahre Mutter hatte ihren Sohn leblos in seinem Bett gefunden.

Für den Prozess vor dem Landgericht Würzburg sind bisher zehn Verhandlungstermine geplant. (Archivbild)
Für den Prozess vor dem Landgericht Würzburg sind bisher zehn Verhandlungstermine geplant. (Archivbild)  © dpa/Daniel Karmann

Die Anklage geht davon aus, dass der Mann das Kind als Störfaktor empfand und aus niedrigen Beweggründen handelte.

Für den Prozess sind bisher zehn Verhandlungstermine geplant.

Update, 12.40 Uhr: 23-Jähriger bestreitet Tötung des Säuglings

Ein wegen Mordes in Würzburg angeklagter Mann hat vor dem Landgericht bestritten, das Baby seiner Freundin tödlich misshandelt zu haben. "Ich bin vom Wesen her gar nicht in der Lage, das zu tun", sagte er zu Prozessauftakt am Mittwoch. 

Weder habe er den acht Monate alten Säugling kurz vor Weihnachten 2019 geschlagen, noch mutwillig erstickt. Auch die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, den Buben schon in den Wochen vor seinem Tod misshandelt zu haben, wies der 23-Jährige von sich. Er will das Kind lediglich manchmal unsanft behandelt haben.

Kurz vor seinem Tod habe der Junge geschrien, er habe ihm daher eine Bettdecke fest um den Körper gebunden bis unter den Mund. Der Angeklagte sagte dazu, er habe Angst, den Tod des Kindes verursacht zu haben.

Titelfoto: DPA/Karl-Josef Hillenbrand

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