Hatte er Kinder zum Sex angeboten? Angeklagter begeht Suizid

Würzburg - Der 61-jährige Angeklagte, der in zwei Fällen Kinder zum Sex angeboten haben soll, hat sich vor dem Prozessauftakt umgebracht. 

Der Prozess gegen den 61-Jährigen sollte heute vor dem Würzburger Landgericht beginnen. (Symbolbild)
Der Prozess gegen den 61-Jährigen sollte heute vor dem Würzburger Landgericht beginnen. (Symbolbild)  © dpa/Daniel Karmann

Das Verfahren sei daher eingestellt worden, teilte der Vorsitzende Richter am Mittwoch vor dem Landgericht Würzburg mit.

Der Anwalt des Angeklagten gab an, diesen noch am Montag getroffen zu haben - dabei hätte es nicht den geringsten Anhaltspunkt für die Tat gegeben.

Dem Mann aus Unterfranken wurde vorgeworfen, in zwei Fällen Kinder für sexuelle Handlungen angeboten zu haben (TAG24 berichtete).

Bei einem Mädchen soll es sich um die achtjährige Tochter einer Bekannten gehandelt haben. In einem anderen Fall um eine Zwölfjährige, wobei nicht klar war, ob das Mädchen tatsächlich existierte oder erfunden war.

Zudem soll der Mann laut Anklage vor zehn Jahren die Tochter seiner Freundin missbraucht und die Tat gefilmt haben.

In Chats habe der Deutsche intime Fotos des Mädchens und weiteres kinderpornografisches Material verbreitet.

Ein Chatpartner hatte den Mann angezeigt. Vorbestraft sei dieser den Angaben zufolge nicht gewesen. Der 61-Jährige saß seit September 2019 in Untersuchungshaft.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren. Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: dpa/Daniel Karmann

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