Prozess nach Unfallfahrt: Schuldunfähigkeit oder versuchter Mord?

Hamburg - Ein halbes Jahr nach einem schweren Verkehrsunfall in der Hamburger Innenstadt hat am Mittwoch der Prozess gegen den Unfallverursacher wegen versuchten Mordes begonnen.

Der völlig zerstörte Unfallwagen des 33-Jährigen. In Hamburg hat der Prozess gegen ihn wegen versuchten Mordes begonnen.
Der völlig zerstörte Unfallwagen des 33-Jährigen. In Hamburg hat der Prozess gegen ihn wegen versuchten Mordes begonnen.  © Blaulicht-News.de

Die Staatsanwaltschaft geht nach Angaben eines Gerichtssprechers davon aus, dass der 33-Jährige aufgrund einer psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt schuldunfähig ist und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss.

Das sogenannte Sicherungsverfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der Beschuldigte soll am frühen Morgen des 2. Dezember mit einem Mietwagen durch die Stadt gerast sein. Er habe seinen Wagen bis auf 193 Km/h beschleunigt und hochgefährliche Fahrmanöver gemacht.

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Kurz vor der Kreuzung Glockengießerwall/Ballindamm sei er auf die Gegenspur gefahren. Mit noch 125 km/h sei das Auto des 33-Jährigen mit zwei anderen Wagen kollidiert. Deren Fahrer im Alter von damals 52 und 55 Jahren wurden schwer verletzt, wie auch der 33-Jährige selbst.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nahm der Beschuldigte billigend in Kauf, dass es zu einem Unfall mit tödlichen Verletzungen kommt. Sie bewertet sein Verhalten darum als versuchten Mord.

Weil es im Prozess auch um psychiatrische Fragen geht, hat die Schwurgerichtskammer auf Antrag des Beschuldigten die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Das Gericht hat sechs weitere Verhandlungstermine bis zum 13. August angesetzt.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

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