70-Jähriger wegen Mordversuchs mit Fleischermesser vor Gericht

Hamburg - Wegen beinahe tödlicher Messerstiche in einer Hamburger Monteurunterkunft muss sich von Donnerstag (9.15 Uhr) an ein 70-Jähriger vor Gericht verantworten.

Die Polizei nahm den 70-Jährigen am Tatort fest.
Die Polizei nahm den 70-Jährigen am Tatort fest.  © HamburgNews/Christoph Seemann

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord vor. Der Pole soll am 20. März 2022 mit einem Fleischermesser auf einen nach Polizeiangaben damals 56 Jahre alten Mitbewohner eingestochen haben.

Zuvor soll es einen Streit zwischen den beiden Männern in der Gemeinschaftsküche der Unterkunft im Stadtteil Neugraben-Fischbek gegeben haben.

Der Jüngere soll den Älteren aufgefordert haben, schmutzige Töpfe abzuwaschen. Daraufhin habe der Angeklagte dem 56-Jährigen einen kräftigen Stich in den seitlichen Oberkörper versetzt und ihn lebensgefährlich verletzt.

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Erst am 29. August hatte das Landgericht sein Urteil zu einer schweren Gewalttat in einer anderen Monteurunterkunft in derselben Straße verkündet. Es verurteilte einen 35-Jährigen zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und wegen Aussetzung des Opfers.

Nach Überzeugung der Strafkammer hatte er einen Mitbewohner schwer misshandelt. Ein 36-Jähriger wurde wegen unterlassener Hilfeleistung zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.

Titelfoto: HamburgNews/Christoph Seemann

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