Angriff auf jüdischen Studenten vor Synagoge: Urteil erwartet

Hamburg - Im Prozess um den Angriff auf einen jüdischen Studenten vor der Hamburger Synagoge wird am Freitag das Urteil des Landgerichts erwartet.

Das Urteil gegen den 29-jährigen Angeklagten soll Freitag fallen.
Das Urteil gegen den 29-jährigen Angeklagten soll Freitag fallen.  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Zunächst will die Strafkammer noch ein psychiatrisches Gutachten zu dem 29 Jahre alten Beschuldigten hören. Dann würden die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung in weiterhin nicht öffentlicher Verhandlung folgen, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem in Kasachstan geborenen Deutschen einen heimtückischen Mordversuch in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Er soll das Opfer am 4. Oktober vergangenen Jahres mit einem Kurzspaten seitlich von hinten an den Kopf geschlagen haben.

Der 26 Jahre alte Student, der eine Kippa trug und zum Laubhüttenfest die Synagoge besuchen wollte, sei dabei potenziell lebensgefährlich verletzt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen und Empörung gesorgt.

In dem Prozess geht es um die Frage, ob der 29-Jährige auf Dauer in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. Die Strafkammer hatte beim Prozessauftakt am 12. Februar die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Auf Rücksicht auf die Gesundheit des Beschuldigten wurde auch dieser von der Teilnahmepflicht befreit. Das Urteil soll öffentlich verkündet werden, möglicherweise in Abwesenheit des Beschuldigten.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

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