Eigene Kollegen bei G20 beworfen: Prozess um Dosenwurf auf Polizisten startet neu

Hamburg - Ein Prozess um einen ehemaligen Münchner Polizisten, der beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 gemeinsam mit einer Bekannten bei einer Demo Bierdosen auf Kollegen geworfen haben soll, wird am Freitag (9 Uhr) erneut gestartet. 

Beim geplatzten Prozess kam der Angeklagte mit Mütze, Sonnenbrille und Atemschutzmaske in den Gerichtssaal.
Beim geplatzten Prozess kam der Angeklagte mit Mütze, Sonnenbrille und Atemschutzmaske in den Gerichtssaal.  © Georg Wendt/dpa-pool/dpa

Das Verfahren vor dem Amtsgericht Altona war eine Woche zuvor coronabedingt abgesetzt worden

Hintergrund war, dass mehrere Medienvertreter wegen der Infektionsgefahr aus Platzmangel nicht in den Gerichtssaal gelassen werden konnten - obwohl es zuvor andere Absprachen gegeben hatte.

Dem 38 Jahre alten Angeklagten und seiner 32 Jahre alten Bekannten wird versuchte gefährliche Körperverletzung und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. 

Sie sollen am 6. Juli 2017 während der "Welcome-to-hell"-Demonstration jeweils eine Bierdose auf eingesetzte Polizisten geworfen haben. 

Bei den Würfen wurde niemand verletzt. 

Bis zur Absetzung des Prozesses hatten die Verteidiger bereits die Erklärungen der Angeklagten verlesen. Demzufolge geben der 38-Jährige und die 32-Jährige den Wurf von jeweils einer Bierdose von einer Brücke aus zu.

Auf den neu angesetzten Prozess haben diese Erklärungen keinen Einfluss. Vor Gericht und für ein Urteil zählt nur, was im Rahmen des Verfahrens passiert.

Ob die Verteidiger am Freitag die gleichen Erklärungen verlesen werden, ist unklar.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa-pool/dpa

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