Hellseherin soll 250.000 Euro gestohlen haben: Prozess erneut verschoben!

Hamburg – Ein teuer erkaufter Heilungsversuch: 250.000 Euro soll eine Hamburgerin bei einem Opferritual für eine erkrankte Verwandte verloren haben. Sie hatte sich einer Hellseherin anvertraut, die jetzt wegen Diebstahls vor Gericht kommen soll.

Eine angebliche Hellseherin soll ihrer Kundin 250.000 Euro gestohlen haben. (Symbolbild)
Eine angebliche Hellseherin soll ihrer Kundin 250.000 Euro gestohlen haben. (Symbolbild)  © Sergiy Tryapitsyn/123RF

Das Amtsgericht Hamburg-Barmbek unternimmt am Dienstag (13 Uhr) einen neuen Versuch, einer angeblichen Hellseherin den Prozess zu machen. 

Die 28-Jährige soll einer Kundin bei einem Opferritual 250.000 Euro gestohlen haben. Im August 2018 soll die Angeklagte nach Angaben eines Gerichtssprechers der 52-Jährigen erklärt haben, sie könne deren schwer erkrankter Verwandten durch das Ritual helfen. 

Die Kundin müsse dafür 250.000 Euro in Plastikfolie umwickelt unter der Matratze verstecken und intensiv beten. Sie selbst werde von ihrem Geld noch 50.000 Euro dazulegen. Der Heilungserfolg sei davon abhängig, dass die Kundin anschließend keinesfalls nachschaue.

Drei Monate später tat die Kundin dies trotzdem und stellte erschrocken fest, dass nur noch Spielgeld unter der Matratze lag. 

Der Prozess wurde bereits dreimal angesetzt, beim letzten Mal im August war die bei Köln wohnende Angeklagte nicht erschienen.

Update, 3. November, 11.18 Uhr: Prozess erneut verschoben

Das Amtsgericht hat am Dienstag zum vierten Mal den geplanten Prozess gegen die angebliche Hellseherin verschoben. 

"Die Angeklagte befindet sich krankheitsbedingt in stationärer Behandlung", teilte die Gerichtspressestelle gut zwei Stunden vor dem angesetzten Termin mit. 

Titelfoto: Sergiy Tryapitsyn/123RF

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