Dreiste Masche! Hellseherin soll Kundin 250.000 Euro abgeknüpft haben

Hamburg - Eine angebliche Hellseherin, die einer Kundin für ein Opferritual bestimmte 250.000 Euro gestohlen haben soll, steht am Donnerstag vor dem Hamburger Amtsgericht Barmbek.

Das Geld wurde offenbar durch Blüten ausgetauscht. (Symbolbild)
Das Geld wurde offenbar durch Blüten ausgetauscht. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Im August 2018 soll die damals 26-Jährige nach Angaben eines Gerichtssprechers ihrer 52 Jahre alten Kundin erklärt haben, sie könne deren an Krebs erkrankter Schwägerin helfen. 

Die Kundin müsse 250.000 Euro in Plastikfolie gewickelt unter der Matratze verstecken und intensiv beten. 

Sie selbst werde von ihrem Geld noch 50000 Euro hinzulegen. Der Heilungserfolg sei davon abhängig, dass die Kundin anschließend keinesfalls nachschaue.

Einige Monate später tat die Kundin dies trotzdem und stellte erschrocken fest: Es befand sich nur noch Spielgeld unter der Matratze. 

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Diebstahl vor. Die Frau wohnt laut Gericht inzwischen in der Nähe von Köln.

Update, 14.35 Uhr: Angeklagte meldet sich krank

Der Prozess konnte am Donnerstag nicht wie geplant stattfinden. Die inzwischen Angeklagte habe sich kurz vor Prozessbeginn vor dem Hamburger Amtsgericht Barmbek krank gemeldet, sagte ein Gerichtssprecher. 

Es werde nun nach einem neuen Termin gesucht. 

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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