Beifahrer stirbt bei Horror-Crash: Urteil gegen 23-Jährigen fällt

Hamburg – Im Prozess um einen tödlichen Autounfall in Hamburg will das Landgericht am Mittwoch (9 Uhr) sein Urteil sprechen.

Ein 23-Jähriger kam bei dem schweren Unfall ums Leben.
Ein 23-Jähriger kam bei dem schweren Unfall ums Leben.  © HamburgNews/Christoph Seemann

Den beiden Angeklagten im Alter von 20 und 23 Jahren war ursprünglich vorgeworfen worden, sich am 13. Oktober 2019 an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge beteiligt zu haben.

In ihrem Plädoyer bewertete die Staatsanwaltschaft diesen Vorwurf aber als nicht nachweisbar.

Sie beantragte für den 23-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung zwei Jahre und zehn Monate Haft sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Für den 20-Jährigen plädierte die Staatsanwaltschaft auf Freispruch. Die Verteidigung forderte für beide Angeklagte Freispruch.

Der 23-Jährige hatte nach Angaben eines Gerichtssprechers erklärt, es sei kein Rennen gewesen, sondern ein Unfall.

Auf dem Weg in eine Shisha-Bar sei sein BMW bei einem Tempo von 60 bis 70 Stundenkilometern von einem anderen Auto gerammt worden. Der Wagen prallte gegen einen Baum. Der Cousin des 23-Jährigen auf dem Beifahrersitz erlitt tödliche Verletzungen.

Die Angeklagten sitzen neben ihren Anwälten im Strafjustizgebäude.
Die Angeklagten sitzen neben ihren Anwälten im Strafjustizgebäude.  © Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

Der Audi A6 des 20-Jährigen schleuderte gegen zehn weitere Autos am Straßenrand.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

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