Matheus A. (†28) lag monatelang tot in seiner Wohnung: Das sagt der Angeklagte

Hamburg - Im Prozess um den Mord an einem jungen Brasilianer hat der Angeklagte die Tat am Montag vor dem Hamburger Landgericht bestritten.

Der Angeklagte sitzt im Saal des Landgerichts neben seinem Anwalt Jan Langhans.
Der Angeklagte sitzt im Saal des Landgerichts neben seinem Anwalt Jan Langhans.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Über seinen Verteidiger ließ der 46-Jährige eine Erklärung verlesen, in der er seine Version der Tatnacht im September 2019 schilderte. 

Der Mann berichtete, in seiner Wohnung hätten der 28-Jährige und er nach einer Party noch etwas trinken wollen. Dort habe sein Gast, den er kaum kannte, plötzlich Drogen genommen, sei rastlos und laut gewesen, habe seine Kleidung ausgezogen und erklärt, er sei nun bereit für Sex. 

Das alles habe er nicht gewollt, betonte der Angeklagte. Es sei zu einem Handgemenge gekommen - bis sein Gast schließlich eingeschlafen sei. 

Am nächsten Morgen sei er tot gewesen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft verlief die Nacht anders: Der 46-Jährige soll seinen Gast unter Drogen gesetzt haben, um ihn zum Sex zu zwingen. Doch beim Übergriff im Schlafzimmer habe sich der Mann noch wehren können und geschrien. 

Aus Furcht vor Entdeckung habe der Angeklagte mit Gewalt reagiert. 

Der Brasilianer starb laut Anklage kurze Zeit später - entweder an der Drogen-Überdosis oder der körperlichen Gewalt.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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