Terror-Prozess gegen Witwe von Rapper Deso Dogg geht weiter

Hamburg – Mit Anträgen der Verteidigung geht am Montag (9 Uhr) in Hamburg der Prozess gegen die Witwe des Berliner Gangsterrappers und IS-Kämpfers Denis Cuspert (alias Deso Dogg) weiter.

Die Witwe des Berliner Rappers und späteren IS-Mitglieds Denis Cuspert alias Deso Dogg sitzt zu Prozessbeginn in einem Gerichtssaal im Landgericht.
Die Witwe des Berliner Rappers und späteren IS-Mitglieds Denis Cuspert alias Deso Dogg sitzt zu Prozessbeginn in einem Gerichtssaal im Landgericht.  © Daniel Reinhardt/dpa Pool/dpa

Außerdem sollen Urkunden verlesen werden, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Bundesanwaltschaft wirft Omaima A. Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. 

Sie soll Anfang 2015 mit drei kleinen Kindern ihrem Mann nach Syrien gefolgt sein und sich dort dem Islamischen Staat angeschlossen haben. 

Die gebürtige Hamburgerin wird ferner des Menschenhandels und eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit beschuldigt, weil sie eine 13-jährige Jesidin zeitweise als Sklavin in ihrem Haushalt gehalten haben soll (TAG24 berichtete).

Nach dem Tod ihres ersten Mannes im Frühjahr 2015 habe sie dessen Freund Cuspert geheiratet, der später ebenfalls zu Tode kam (TAG24 berichtete).

Am 8. Juni hatte eine 29-jährige Jesidin in dem Prozess von unvorstellbarem Leid in der Gefangenschaft des IS berichtet. Sie selbst wurde von verschiedenen IS-Kämpfern als Sklavin gehalten, vergewaltigt und auf einem Markt mit anderen jesidischen Mädchen und Frauen verkauft. 

Die 29-Jährige gab an, die 35 Jahre alte Angeklagte in Syrien kennengelernt zu haben. Ob die Deutsch-Tunesierin auch eine jesidische Sklavin gehalten habe, konnte sie jedoch nicht sagen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa Pool/dpa

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