Hellseherin vor Gericht: Hat sie bei Opferritual 250.000 Euro gestohlen?

Hamburg - Das sah sie wohl nicht kommen: Eine angebliche Hellseherin muss sich am Dienstag in Hamburg vor Gericht verantworten. 

Eine angebliche Hellseherin soll ihrer Kundin in Hamburg eine große Menge Bargeld gestohlen haben. (Symbolbild)
Eine angebliche Hellseherin soll ihrer Kundin in Hamburg eine große Menge Bargeld gestohlen haben. (Symbolbild)  © Sergiy Tryapitsyn/123RF

Sie soll einer Hamburgerin bei einem Opferritual 250.000 Euro Bargeld gestohlen haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. 

Der Diebstahl geschah am 28. August 2018 in der Wohnung des Opfers am Berner Heerweg. 

Um eine an Krebs erkrankte Verwandte ihrer damals 52 Jahre alten Kundin zu heilen, hatte die zum Tatzeitpunkt 26-jährige Hellseherin ein Opferritual vorgeschlagen. 

Dabei wurden 250.000 Euro mit Plastikfolie umwickelt unter eine Matratze in der Wohnung gelegt und Gebete gesprochen. 

Während die Kundin intensiv betete, soll die Angeklagte ihre Chance genutzt und das Geld heimlich gegen Spielgeld ausgetauscht haben. 

Die Tat blieb lange unbemerkt. Erst am 22. November entdeckte die 52-Jährige den Diebstahl. 

Prozess gegen angebliche Hellseherin wurde mehrfach verschoben

Die Angeklagte hat ihr späteres Opfer zuvor bereits länger als Hellseherin beraten. 

Der Prozess gegen die angebliche Hellseherin wurde bereits mehrfach verschoben. Die ersten zwei Termine im Dezember 2019 und April 2020 wurden aufgehoben. 

Zur dann am 20. August dieses Jahres angesetzten Hauptverhandlung meldete sich die Angeklagte krank.

Titelfoto: Sergiy Tryapitsyn/123RF

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