Mann soll versucht haben, ungeborenes Kind seiner Freundin (17) zu töten: Täter schweigen

Hamburg - Wegen zweier Angriffe auf eine schwangere junge Frau beginnt am Montag (9 Uhr) ein Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg-St. Georg.

Wegen zweier Angriffe auf eine schwangere junge Frau beginnt am Montag ein Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg-St. Georg. (Symbolbild)
Wegen zweier Angriffe auf eine schwangere junge Frau beginnt am Montag ein Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg-St. Georg. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Angeklagt ist der ehemalige Partner der Frau.

Der 26-jährige Mann soll versucht haben, das ungeborene Kind seiner damals 17 Jahre alten Freundin zu töten.

Der Angeklagte soll bei zwei Gelegenheiten Angriffe auf seine schwangere Freundin inszeniert haben, damit diese das gemeinsame Kind verliert, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Dem Angeklagten und einem gleichaltrigen und ebenfalls aus Syrien stammenden Mitangeklagten wird gemeinschaftlicher versuchter Schwangerschaftsabbruch in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Beim zweiten Angriff im April 2020 bekam die Frau vorzeitige Wehen, so dass ein Notkaiserschnitt eingeleitet werden musste. Die vorzeitige Geburt sei für Mutter und Baby lebensbedrohlich gewesen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Das Kind erlitt nach Angaben eines Gerichtssprechers jedoch keine bleibenden Schäden.

Der Vater sitzt wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft.

Update, 10.12 Uhr: Angeklagte schweigen zu Prozessbeginn

Zum Auftakt des Prozesses haben die beiden Angeklagten zunächst geschwiegen.

Sie wollten keine Angaben zu den Vorwürfen machen, erklärten die Verteidiger der beiden 26-Jährigen am Montag vor dem Amtsgericht.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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