Mordversuch an Ehefrau: 40-Jähriger schweigt vor Gericht

Hamburg – Wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau muss sich seit Montag ein 40-jähriger Mann vor dem Landgericht Hamburg verantworten.

Vor dem Hamburger Landgericht äußerte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen. (Symbolbild)
Vor dem Hamburger Landgericht äußerte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen. (Symbolbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Nach dem Verlesen der Anklageschrift wollte sich der Mann zunächst nicht zu den Tatvorwürfen äußern, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Anschließend sagte ein Polizeibeamter aus, der zuerst am Tatort war. Eine Sachverständige begleite den Prozess. Sie soll untersuchen, ob der Angeklagte eventuell schuldunfähig ist und in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden soll.

Laut Anklage soll der Deutsche am 30. Mai im Schlafzimmer der ehemaligen Familienwohnung in Hamburg-Wildschwanbrook seine getrennt von ihm lebende Ehefrau unvermittelt mit der Faust in das Gesicht geschlagen und anschließend gewürgt haben.

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Als die Frau laut um Hilfe schrie und ihrem Mann in den Finger biss, ließ er laut Staatsanwaltschaft kurz von ihr ab und schloss das geöffnete Schlafzimmerfenster.

Dann soll er seine Ehefrau rücklings zu Boden gebracht, sich auf ihren Brustkorb gesetzt und mit mehreren zu einem Strang gebundenen Kabelbindern dermaßen auf ihren Hals eingewirkt haben, dass sie bewusstlos wurde.

Sie habe sich in akuter Lebensgefahr befunden und zahlreiche Verletzungen im Kopf- und Halsbereich erlitten, heißt es in der Anklage. Zudem soll der Angeklagte seine Frau in den Jahren zuvor heimlich durch das Schlüsselloch der Badezimmertür gefilmt haben.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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