Beihilfe zur Versklavung: Urteil im Prozess gegen Cuspert-Witwe gefallen!

Hamburg - Im Hamburger Prozess um die Versklavung zweier Jesidinnen wird am Donnerstag (11 Uhr) das Urteil erwartet. Angeklagt ist die 37-jährige Omaima A., Witwe des IS-Terroristen und Rappers Denis Cuspert ("Deso Dogg").

Die Witwe des Berliner Rappers und späteren IS-Mitglieds Denis Cuspert sitzt in einem Gerichtssaal im Landgericht. Sie ist wegen der Beihilfe zur Versklavung von zwei Frauen angeklagt. (Archivfoto)
Die Witwe des Berliner Rappers und späteren IS-Mitglieds Denis Cuspert sitzt in einem Gerichtssaal im Landgericht. Sie ist wegen der Beihilfe zur Versklavung von zwei Frauen angeklagt. (Archivfoto)  © Daniel Reinhardt/dpa Pool/dpa

Ihr wird vorgeworfen, als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form der Versklavung nach dem Völkerstrafgesetzbuch geleistet zu haben.

Die Hamburger Generalstaatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von zwei Jahren für die Angeklagte.

Unter Einbeziehung einer bereits rechtskräftigen Verurteilung zu dreieinhalb Jahren solle sich eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren ergeben, erklärte eine Gerichtssprecherin.

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Der Verteidiger schloss sich der Forderung der Generalstaatsanwaltschaft an.

Nach einer Verständigung auf einen Strafrahmen hatte die Angeklagte zu Prozessbeginn vor dem Staatsschutzsenat am Hanseatischen Oberlandesgericht eingeräumt, dass sie Anfang 2016 ihre Wohnung in der syrischen Stadt Rakka von den Sklavinnen einer Freundin reinigen ließ.

Die in Hamburg geborene Deutsch-Tunesierin distanzierte sich vom IS und bedauerte ihr "Fehlverhalten".

Update, 11.50 Uhr: Omaima A. zu vier Jahren Haft verurteilt

Omaima A. ist am Donnerstag zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden.

Das Hanseatische Oberlandesgericht war überzeugt, dass die Witwe von Denis Cuspert Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form der Versklavung nach dem Völkerstrafgesetzbuch leistete.

Die bereits rechtskräftige Verurteilung zu dreieinhalb Jahren wurde in die Gesamtfreiheitsstrafe einbezogen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa Pool/dpa

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