Pilot muss vor Gericht: Er raste über Landebahn und tötete Frau mit zwei Kindern

Fulda - Fast zweieinhalb Jahre nach einem Flugzeugunglück mit drei Toten in der Rhön (TAG24 berichtete) muss sich der Pilot wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.

Nach dem Flugunfall steht das Sportflugzeug umgeben von Scheinwerfern der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) auf dem Flugplatz auf der Wasserkuppe.
Nach dem Flugunfall steht das Sportflugzeug umgeben von Scheinwerfern der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) auf dem Flugplatz auf der Wasserkuppe.  © dpa/Jörn Perske

Der Prozess beginne am 2. März vor dem Landgericht Fulda, teilte die Staatsanwaltschaft Fulda am Dienstag mit.

Dem Angeklagten werde vorgeworfen, bei der Landung mit seiner einmotorigen Propellermaschine auf dem Landeplatz auf der Wasserkuppe in Hessen am 14. Oktober 2018 den Tod dreier Menschen verursacht zu haben.

Der Pilot soll den Flug angetreten habe, obwohl seine Maschine überladen gewesen sei, hieß es in der Anklage.

Beim Landen in Gersfeld sei er zudem viel zu schnell gewesen: Die Maschine raste über die Landebahn hinaus, überquerte eine quer verlaufende Straße und erfasste "mit immer noch laufendem Propeller" auf dem Gehweg eine Frau (39) und ihre beiden Kinder (11 und 12).

Die Drei waren sofort tot. Der Prozess ist zunächst bis zum 23. März terminiert.

Titelfoto: dpa/Jörn Perske

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Hessen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0