Mord wegen Trennung? Mann (31) soll Ex-Partnerin aufgelauert und erstochen haben

Von Petra Groß

Fulda - Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Ärztin in Fulda wird an diesem Donnerstag (12 Uhr) das Urteil erwartet.

Der 31-Jährige soll seiner Ex-Partnerin, einer Ärztin, an ihrem Arbeitsplatz aufgelauert und sie im Innenhof eines Mehrfamilienhaus erstochen haben. (Symbolfoto)
Der 31-Jährige soll seiner Ex-Partnerin, einer Ärztin, an ihrem Arbeitsplatz aufgelauert und sie im Innenhof eines Mehrfamilienhaus erstochen haben. (Symbolfoto)  © 123RF/animaflorapicsstock

Angeklagt ist der ehemalige Lebensgefährte der Frau, ein 31-jähriger Rumäne. Der Mann soll die 35-Jährige am 7. Dezember 2020 an ihrer Arbeitsstelle abgepasst haben, ihr bis nach Hause gefolgt sein und sie im Innenhof eines Mehrfamilienhauses in Fulda mit einem Stich getötet haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen.

Sie beantragte auch die Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld. Die Oberstaatsanwältin geht davon aus, dass der Angeklagte die Trennung nicht akzeptiert hat und aus Eifersucht und Kränkung zugestochen hat.

Die Verteidigung hatte aus Mangel an Beweisen auf Freispruch plädiert.

Update, 14.10 Uhr: 31-Jähriger nach Mord an Ärztin zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt

Das Landgericht Fulda hat einen 31 Jahre alten Mann am Donnerstag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Mann am 7. Dezember 2020 seine ehemalige Lebensgefährtin, eine 35-jährige Ärztin, mit einem einzigen Stich in den Hals getötet hat.

Laut Richter hat der verurteilte Rumäne heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt.

Das Gericht sieht in der Tatausführung eine besondere Schwere der Schuld. Das bedeutet, nur im Ausnahmefall kann der Verurteilte nach 15 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen werden.

Zudem ordnete das Gericht an, dass der 31-Jährige 15.000 Euro Hinterbliebenengeld an den zweijährigen Sohn der Getöteten sowie 10.000 Euro an ihre Mutter zahlen müsse. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger hat bereits Revision angekündigt.

Titelfoto: 123RF/animaflorapicsstock

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