Baby bis zur Behinderung geschüttelt: Urteil gegen Vater gesprochen

Limburg - Weil er seinen kleinen Sohn durch Schütteln schwere bleibende Schäden zugefügt hat, ist ein 35-Jähriger zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Weil er vom Brüllen des Babys genervt war, hat der 35-Jährige es so geschüttelt, dass es nun schwere bleibende Schäden hat. (Symbolbild)
Weil er vom Brüllen des Babys genervt war, hat der 35-Jährige es so geschüttelt, dass es nun schwere bleibende Schäden hat. (Symbolbild)  © 123rf/Dmyto Lukiian

Das Landgericht Limburg sprach den Mann am Mittwoch wegen schwerer Körperverletzung und schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig, wie ein Sprecher mitteilte.

Bei der Tat im Februar 2020 in Villmar (Kreis Limburg-Weilburg, Hessen) war das Kind fünf Monate alt.

Der Junge erlitt schwerste Hirnschäden. Dem Gerichtssprecher zufolge ist der Junge nun auf Dauer halbseitig gelähmt und nahezu blind.

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Eine normale Sprachentwicklung sei nicht möglich und jeden Tag erleide das Kind eine Vielzahl von epileptischen Anfällen.

Das Gericht ging davon aus, dass der Vater sein Baby geschüttelt hatte, weil er von dessen Brüllen genervt gewesen war.

Zunächst habe er ausgesagt, es sei zu den Verletzungen des Babys gekommen, weil er wegen seines Drogenkonsums gestürzt sei.

Das Gericht sah diese Angaben aber als widerlegt an. Später habe der Vater dann ein Teilgeständnis abgelegt.

Titelfoto: 123rf/Dmyto Lukiian

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