Prozess um Mord ohne Leiche geht weiter: Kommt nun die Wahrheit ans Licht?

Gießen - Im Prozess um einen mutmaßlichen Mord ohne Leiche hat das Landgericht Gießen die Befragung eines der beiden Angeklagten vorerst abgeschlossen.

Die Befragung des ersten Angeklagten wurde abgeschlossen (Symbolfoto).
Die Befragung des ersten Angeklagten wurde abgeschlossen (Symbolfoto).  © Thomas Frey/dpa

Kommende Woche werde sich voraussichtlich klären, ob auch der zweite Angeklagte aussagen wird, sagte ein Justiz-Sprecher.

Zu Beginn des Verfahrens im April hatte der Verteidiger des Mannes gesagt, dass der 40-Jährige "gegenwärtig" keine Angaben mache.

Der 44 Jahre alte Mitangeklagte hatte dagegen an den vergangenen vier Prozesstagen Fragen des Gerichts beantwortet. Dem Justiz-Sprecher zufolge bestritt der Lehrer dabei einen Tatbeitrag und belastete den Jüngeren.

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Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern Mord vor sowie erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge. Sie sollen ihren Bekannten im November 2016 entführt haben, um Lösegeld zu erpressen, ihn in Hungen (Kreis Gießen) getötet und die Leiche fortgeschafft haben.

Trotz umfangreicher Ermittlungen, die bis nach Bayern an den Starnberger See führten, ist die Leiche des 39-Jährigen bis heute nicht gefunden.

Das Landgericht wird den Fall voraussichtlich noch mehrere Monate lang verhandeln. Ein Urteil könnte im September fallen.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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