23-Jähriger soll in der Silvesternacht seine zwei Monate alte Tochter erstickt haben

Wiesbaden - Hat der Angeklagte seine zwei Monate alte Tochter erstickt? Am heutigen Dienstag beginnt vor dem Landgericht Wiesbaden um 9 Uhr der Totschlagsprozess gegen den 23-jährigen Vater.

Schon vor der Tat soll der Angeklagte dem Baby Verletzungen im Gesichtsbereich zugefügt haben. (Symbolbild)
Schon vor der Tat soll der Angeklagte dem Baby Verletzungen im Gesichtsbereich zugefügt haben. (Symbolbild)  © 123rf/Dmyto Lukiian

Der Mann habe in der Silvesternacht 2020/21 das Kind der Anklage zufolge getötet.

"Zuvor soll der Angeklagte dem Säugling bereits Verletzungen im Gesichtsbereich zugefügt haben", teilte die Staatsanwaltschaft zudem mit.

Der Tatort soll die Wohnung des Mannes in Wiesbaden gewesen sein.

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Auf Totschlag lautet der Vorwurf. Der Angeklagte sitzt bereits in Untersuchungshaft.

Insgesamt sind bislang sechs Folgetermine vor Gericht anberaumt. Bis Ende November soll in dem Prozess ein Urteil gefällt werden.

Update, 16.33 Uhr: Angeklagter bestreitet Tat

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines zwei Monate alten Babys hat der angeklagte Vater zum Auftakt umfassend ausgesagt.

Vor dem Wiesbadener Landgericht gab der 23-Jährige am Dienstag zu, in der Silvesternacht Mund und Nase seiner fortwährend schreienden Tochter zugehalten und länger gedrückt zu haben.

Der Angeklagte betonte, das Kind habe danach noch gelebt, nach Luft geschnappt, sich beruhigt. Nachdem er nach der Windel geschaut habe, sei er wieder eingeschlafen.

Als er nach der alkoholreichen Silvesterfeier gegen 11 Uhr aufgewacht sei, sei seine Tochter blau angelaufen gewesen, habe bäuchlings neben ihm gelegen und er habe gewusst, dass etwas nicht stimme.

Darüber, was in der Zeit zwischen dem Einschlafen und Aufwachen geschehen sei, machte der Angeklagte keine Angaben. Er selbst hatte den Notruf gewählt und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versucht, den Säugling wiederzubeleben.

Titelfoto: 123rf/Dmyto Lukiian

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