19-Jähriger räumt blutige Attacke gegen Mutter seiner Freundin ein: "Habe sofort losgestochen"

Köln - Vor dem Kölner Landgericht hat am Montag ein Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen 19-Jährigen aus Leverkusen begonnen.

Der Angeklagte muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. (Symbolbild)
Der Angeklagte muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Laut Anklage soll er die Mutter einer Schulfreundin mit 26 Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben.

Hintergrund der Tat im April sei die unerwiderte Liebe der Tochter des Opfers zu dem Angeklagten gewesen.

Nachdem die junge Frau ihn zurückgewiesen habe, soll er geplant haben, sie als Geisel zu nehmen, um anschließend erst sie und dann sich selbst zu töten.

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Als der 19 Jahre alte Deutsche seinen Plan umsetzen wollte und am Haus der Freundin geklingelt habe, öffnete deren Mutter.

Der junge Mann soll daraufhin unvermittelt auf die Frau eingestochen haben.

Für den Prozess sind acht Verhandlungstage bis zum 17. November angesetzt.

Update, 15.35 Uhr: 19-Jähriger räumt Stiche gegen Mutter von Freundin ein

Der angeklagte 19-Jährige räumte die Tat zum Prozessauftakt ein. Er erklärte, dass er die Schulfreundin aus dem elterlichen Haus holen und dann erst sie und dann sich selbst habe töten wollen. Dann sei ihm aber von der Mutter geöffnet worden. "Ich erinnere mich, dass ich sofort losgestochen habe. Ich habe dann gar nichts mehr wahrgenommen und nur noch gestochen."

Als die 58-Jährige einen "Urschrei" von sich gegeben habe, habe ihn dieser zurück "in die Realität" geholt. Er habe von der Frau abgelassen und sei weggegangen. Allerdings sei er nicht weit gekommen und von der alarmierten Polizei verhaftet worden. "Ich schäme mich zutiefst. Ich bereue das heute", sagte der 19-Jährige über die Tat.

Die 58-Jährige sagte in ihrer Zeugenaussage, dass sie nur eine Sturmhaube und eine rechte erhobene Hand gesehen habe. Dann habe der Täter auch schon auf sie eingestochen.

Die 58-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Bis heute leidet die 58-Jährige unter den körperlichen und seelischen Folgen der Tat.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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