Apotheke verteilt Belohnung für Facebook-Likes, doch das ist jetzt verboten

Bonn – Eine Bonner Apotheke darf Facebook-Likes, mit denen Kunden das Geschäft positiv bewerten, nicht belohnen.

Ein Gericht hat verboten, dass eine Bonner Apotheke ihre Kunden für Facebook-Likes belohnt. (Fotomontage)
Ein Gericht hat verboten, dass eine Bonner Apotheke ihre Kunden für Facebook-Likes belohnt. (Fotomontage)  © Montage: Hauke-Christian Dittrich/dpa, Fabian Sommer/dpa

Das entschied das Bonner Landgericht, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte.

Die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs hatte gegen die Apotheke geklagt. Laut Gericht hat die Apotheke in mehreren Punkten auf irreführende Weise für sich geworben.

Eine Werbung mit bezahlten Empfehlungen Dritter, die sich den Anschein einer objektiven Bewertung gebe, sei unzulässig, hieß es im Urteil. Dazu gehöre auch das Daumen-Hoch bei Facebook.

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Neben dem wettbewerbswidrigen Angebot, die Likes mit sogenannten "Schlosstalern" zu honorieren, mit denen die Kunden Prämien einlösen konnten, hatte sich das Geschäft auch als exklusive Notfall-Apotheke bezeichnet.

Dies sei ebenfalls eine unlautere Werbung, da jede Apotheke auch eine Notfall-Apotheke sei, so das Gericht.

Abgemahnt wurde der Inhaber, der mit einem Bonner Altersheim kooperiert, schließlich auch, weil er in einem Rundschreiben an die Heimbewohner suggeriert habe, sie hätten Nachteile, wenn sie ihre Medikamente anderswo kauften. Das sei wettbewerbsmäßig nicht hinzunehmen.

Titelfoto: Montage: Hauke-Christian Dittrich/dpa, Fabian Sommer/dpa

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