Bewaffnete Polizei im Gericht: Prozess gegen mutmaßlichen Juwelendieb in Köln gestartet

Köln – Schwer bewaffnete Polizei vor und im Gericht: Vor dem Kölner Landgericht hat am Dienstag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der Juwelen-Räuberbande "Pink Panther" begonnen.

Polizisten im Oktober 2016 in Esslingen (Baden-Württemberg) vor einem Transporter, der von einem "Pink Panther"-Mitglied überfallen worden sein soll. (Archivaufnahme)
Polizisten im Oktober 2016 in Esslingen (Baden-Württemberg) vor einem Transporter, der von einem "Pink Panther"-Mitglied überfallen worden sein soll. (Archivaufnahme)  © picture alliance / SDMG/dpa

Dem 34-Jährigen wird die Beteiligung an drei Überfällen auf Juweliere in Köln und auf einen Werttransporter in Esslingen bei Stuttgart in den Jahren 2015 und 2016 vorgeworfen. Die Beute soll einen Wert von mehr als 700.000 Euro gehabt haben.

Der schmale, dunkelhaarige Mann soll der Bande angehören, der eine jahrelange Serie von Hunderten Raubzügen in aller Welt vorgeworfen wird.

Bei einem der angeklagten Überfälle auf einen Juwelier in Köln-Nippes fesselten die Täter ein Opfer mit pinkfarbenen Stahlfesseln, wie der Staatsanwalt in der Anklage ausführte.

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Dem 34-Jährigen werden auch gefährliche Körperverletzung und die Verwendung eines Sturmgewehrs bei einem Überfall vorgeworfen.

Der in Kroatien geborene Angeklagte ließ über einen seiner vier Anwälte erklären, dass er nicht aussagen wolle. Der mit internationalem Haftbefehl Gesuchte war im September 2021 auf dem Flughafen in Barcelona festgenommen und zwei Monate später ausgeliefert worden.

Der Angeklagte (34) steht seit dem heutigen Dienstag in Köln vor Gericht.
Der Angeklagte (34) steht seit dem heutigen Dienstag in Köln vor Gericht.  © Federico Gambarini/dpa
Schwer bewaffnete Polizisten sichern das Kölner Landgericht.
Schwer bewaffnete Polizisten sichern das Kölner Landgericht.  © Lukas Fortkord/dpa

Nach Verlesung der Anklage beantragte die Verteidigung, die Hauptverhandlung wegen unvollständiger Akten auszusetzen. Etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Prozesses wurde er zunächst unterbrochen.

Aktualisiert am 5. Juli, 11.55 Uhr

Titelfoto: Montage: Lukas Fortkord/dpa, Federico Gambarini/dpa

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