Arzt (82) wollte seine Partnerin offenbar mit Katheter erdrosseln

Bonn – Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung muss sich demnächst ein 82-jähriger Mediziner im Ruhestand vor dem Bonner Landgericht verantworten. 

Der Fall wird demnächst vor dem Bonner Landgericht verhandelt.
Der Fall wird demnächst vor dem Bonner Landgericht verhandelt.  © Oliver Berg/dpa

Wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte, soll der im Rhein-Sieg-Kreis lebende Angeklagte laut Staatsanwaltschaft seine 78-jährige Lebensgefährtin während eines Streits mit dem Katheter seines Urinbeutels stranguliert haben, bis sie ohnmächtig wurde.

Da der Arzt glaubte, er habe die 78-Jährige getötet, rief er der Anklage zufolge die Polizei an und teilte das Geschehene mit. Als der Rentner jedoch während des Telefonats entdeckte, dass die Frau noch atmete, beendete er das Gespräch sofort.

Der bereits alarmierte Notarzt fand die bewusstlose 78-Jährige noch mit dem Tatwerkzeug um den Hals. Trotz lebensbedrohlicher Verletzungen überlebte sie den Angriff.

Auch wenn der Angeklagte die Rettung mit herbeigeführt hat, geht der Ankläger bei dem Verbrechen rechtlich nicht von einem Rücktritt vom Tötungsversuch aus.

Denn der Mediziner habe die Polizei nicht angerufen, um die Frau zu retten, sondern weil er glaubte, seine Lebensgefährtin sei bereits tot.

Der Prozess ist noch nicht terminiert.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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