Corona-Chaos zieht sich fort: Prozess gegen Thomas Drach geht erneut in Zwangspause

Köln - Der Prozess gegen Reemtsma-Entführer Thomas Drach (61) tritt erneut coronabedingt auf der Stelle.

Erneut tritt der Prozess gegen Reemtsma-Entführer Thomas Drach (61) auf der Stelle. Die für Dienstag und Donnerstag geplanten Verhandlungstage fallen aus.
Erneut tritt der Prozess gegen Reemtsma-Entführer Thomas Drach (61) auf der Stelle. Die für Dienstag und Donnerstag geplanten Verhandlungstage fallen aus.  © Marius Becker/dpa

Wie das Kölner Landgericht am Montag mitteilte, müssen die für Dienstag und Donnerstag geplanten Verhandlungstage wegen der "Quarantäneverpflichtung eines notwendigen Prozessbeteiligten" ausfallen. Wen die Quarantänepflicht betrifft, teilte das Landgericht nicht mit.

Bereits zwischen dem 7. und 21. März waren sechs Verhandlungstage ausgefallen. Ebenso die geplanten Prozesstage am 29. und 31. März.

Nachdem dann in der vergangenen Woche an zwei Tagen verhandelt werden konnte, geht das Verfahren nun am 12. und 16. April erneut in eine Zwangspause. Derzeit ist geplant, den Prozess am 26. April fortzusetzen.

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Drach werden in dem Verfahren vier Raubüberfälle auf Geldtransporter in Köln, Frankfurt am Main sowie im hessischen Limburg zur Last gelegt.

Neben besonders schwerem Raub lautet die Anklage auch auf versuchten Mord. Drach soll bei zwei Überfällen auf Geldboten geschossen und sie lebensgefährlich verletzt haben. Der 61-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Neben Drach ist noch ein mutmaßlicher Komplize angeklagt.

Drach war 2021 in den Niederlanden festgenommen worden

Drach hatte 1996 Jan Philipp Reemtsma, den Erben des Hamburger Tabakkonzerns Reemtsma, entführt und erst nach einer Lösegeldzahlung wieder frei gelassen. Der 61-Jährige war für die Tat zu einer vierzehneinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Anfang 2021 war Drach wegen des Verdachts, die Raubüberfälle begangen zu haben, in den Niederlanden festgenommen und schließlich an die Bundesrepublik ausgeliefert worden.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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