Mann gesteht 200.000-Euro-Betrug vor Gericht: "Unglaublich, wie leicht..."

Düsseldorf – Als vergesslicher Geschäftsmann hat ein Berliner (55) bei Banken bundesweit fast 200.000 Euro ergaunert. Der 55-Jährige hat die Tat am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Landgericht zugegeben.

Ein mutmaßlicher Serienbetrüger hat vor dem Düsseldorfer Landgericht gestanden, Banken als vergesslicher Geschäftsmann um fast 200.000 Euro erleichtert zu haben.
Ein mutmaßlicher Serienbetrüger hat vor dem Düsseldorfer Landgericht gestanden, Banken als vergesslicher Geschäftsmann um fast 200.000 Euro erleichtert zu haben.  © 123RF/staras

Der mutmaßliche Serienbetrüger war in Düsseldorf festgenommen worden. Gegen ihn liegt eine Anklage wegen Auszahlungsbetrugs vor.

Dem Geständnis ging eine Strafabsprache voraus. Dem Angeklagten waren maximal dreieinhalb Jahre Haft zugesichert worden.

Der Polizei hatte er gesagt, wegen seiner Drogenschulden von einem Berliner Clan zu den Taten gezwungen worden zu sein.

Bei seinem Geständnis am Mittwoch sprach er lediglich von "zwei Arabern", die ihn mit den notwendigen falschen Ausweisen und Kontodaten versorgt hätten.

Während die beiden im Auto vor den Banken warteten, habe er drinnen den vergesslichen Geschäftsmann auf der Durchreise gemimt, der seine Kontokarte daheim gelassen habe, aber dringend Bargeld benötige. So sei er quer durch die Republik gefahren.

Dabei habe er sich mit den gefälschten Ausweisen mal als Franzose, mal als Österreicher ausgegeben. Nur wenige Bankmitarbeiter seien misstrauisch geworden.

Richterin zeigt sich über die Bertrugsmasche verblüfft

Zwischen 5000 und 15.000 Euro habe er regelmäßig bekommen. "Wenn es Probleme gab, habe ich meinen Ausweis wieder genommen und bin gegangen", erklärte der 55-Jährige. "Es ist unglaublich, wie leicht ihnen das gemacht wurde", sagte die Vorsitzende Richterin.

Anfang März endete die Serie in Düsseldorf: Als eine Bankmitarbeiterin die Personalien überprüfte, leuchtete an ihrem Computer die Warnmeldung "Auszahlungsbetrug" auf. Mit einem Urteil wird am 18. September gerechnet.

Titelfoto: 123RF/staras

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