600 Euro für einen Sprachtest: Miese Betrugsmasche aufgeflogen

Düsseldorf – Die Polizei ist einem schwunghaften Handel mit Sprachtests auf die Schliche gekommen. Vom kommenden Donnerstag an wird der Fall vor dem Düsseldorfer Landgericht verhandelt.

Sechs mutmaßliche Betrüger müssen sich ab Donnerstag vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. (Symbolbild)
Sechs mutmaßliche Betrüger müssen sich ab Donnerstag vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa

Sechs Männer im Alter von 37 bis 58 Jahren müssen dann wegen Betruges und Urkundenfälschung auf die Anklagebank, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Sie sollen Komplizen, die gut deutsch sprechen konnten, anstelle von Menschen, die kaum oder kein Deutsch sprachen, in Düsseldorf in Sprachprüfungen geschickt haben.

Unter deren Namen hätten sie dann die zum Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft notwendigen Sprachtests absolviert.

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Mindestens 600 Euro habe der Service pro Person gekostet, wobei etwa die Hälfte der Summe den Prüfungsteilnehmern zugekommen sei, wie in der Anklage steht.

26 Fälle seien aktenkundig, in denen die Prüfung unter falschem Namen abgelegt worden sein soll.

Ein Zeuge habe mit einer Aussage bei der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Machenschaften bereits 2015 ans Licht und die Ermittlungen ins Rollen gebracht – mit konkreten Hinweisen auf Prüfungstage, an denen nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein soll.

Die Angeklagten kommen aus Krefeld und Duisburg. Das Gericht hat für den Fall vier Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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