38-Jähriger bricht Bekanntem im Vollsuff den Schädel: Vier Jahre Gefängnis

Düsseldorf – Ein 38-jähriger Mann hatte im Vollrausch auf einen Bekannten (55) in dessen Wohnung eingetreten und ihn schwer verletzt. Für die lebensgefährliche Tat hat ihn das Düsseldorfer Landgericht zu vier Jahren Haft verurteilt.

Ein Angeklagter wurde vom Gericht zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er im Vollrausch seinen Bekannten schwer verletzt hat. (Symbolbild)
Ein Angeklagter wurde vom Gericht zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er im Vollrausch seinen Bekannten schwer verletzt hat. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Das Opfer erlitt im vergangenen Juli einen Schädelbruch und mehrere Rippenbrüche.

Die Staatsanwältin hatte den 38-Jährigen wegen versuchten Totschlags angeklagt und am Dienstag fünf Jahre Haft gefordert.

Eine der Rippen hatte einen Lungenflügel durchbohrt und das Opfer in akute Lebensgefahr gebracht. Das habe der Angeklagte in Kauf genommen, sagte die Staatsanwältin.

Das sah die erste Strafkammer anders und verurteilte den 38-Jährigen nur wegen gefährlicher Körperverletzung, ordnete aber seine Unterbringung in einer Entziehungsklinik an.

Der Angeklagte hatte nach der Tat noch eine Zechtour in die Düsseldorfer Altstadt unternommen. Er gab im Prozess an, er könne sich an den Vorfall nicht erinnern. Auch dem 55 Jahre alten Opfer fehlte jede Erinnerung.

Nach Aussage einer Zeugin, die damals in der Wohnung war, war der Angeklagte ausgerastet, nachdem das Opfer ihn wegen seiner polnischen Herkunft beleidigt hatte.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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