Heimtückischer Mordversuch im Wald: 34-Jähriger sah offenbar vor Eifersucht Rot

Köln – Versuchter heimtückischer Mord lautet ab Mittwoch (9.15 Uhr) der Vorwurf gegen einen 34-Jährigen vor dem Kölner Landgericht.

Der Angeklagte soll seinen Nebenbuhler im Königsforst mit einem Messer attackiert haben. (Symbolbild)
Der Angeklagte soll seinen Nebenbuhler im Königsforst mit einem Messer attackiert haben. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Der Mann soll im Mai 2020 mit dem späteren Opfer in den Königsforst in Rath-Heumar gefahren sein. Dort habe er dem Mann eine unbekannte Flüssigkeit ins Gesicht geschüttet und ihn mit einem Messer lebensgefährlich verletzt (TAG24 berichtete).

Anschließend soll der Niederländer das Opfer im Wald zurückgelassen haben. Als mögliches Motiv für die Tat nennt die Anklage Eifersucht.

Spaziergänger hatten den Angaben zufolge den Vorfall beobachtet und den Verletzten gerettet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann ansonsten verblutet wäre.

Der Angeklagte soll davon ausgegangen sein, dass seine Freundin eine Affäre mit dem Opfer gehabt hatte. Bei dem Treffen mit dem Nebenbuhler im Königsforst sollte es angeblich zu einer Aussprache kommen.

Der Prozess ist mit sieben Verhandlungstagen bis Ende März terminiert.

Update, 13.13 Uhr: Täter räumt Streit ein

Am ersten Verhandlungstag räumte der Niederländer die Auseinandersetzung ein. Der Vater von drei Kindern bestritt aber einen Mordversuch. "Ich wollte die Sache mit ihm von Mann zu Mann klären", sagte er.

Er habe "Klartext reden" wollen. Es sei dann aber zu einer Rangelei gekommen. Dabei habe er eine Scherbe zu greifen bekommen und damit zugeschlagen. Anschließend habe er seinen Kontrahenten im Wald zurückgelassen. Blut habe er keines gesehen.

Der Prozess ist mit weiteren sechs Verhandlungstagen bis zum 24. März terminiert.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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