Kinder fanden zerstückelten Koch im Rhein: Täter steht vor dritter Verurteilung

Köln – Im Fall eines getöteten und zerstückelten chinesischen Kochs aus Köln verhandelt das Landgericht am Dienstag (9.15 Uhr) neu über das Strafmaß für den Täter (39).

Das Kölner Landgericht entscheidet zum dritten Mal über das Strafmaß des Angeklagten. Der Koch (39, l.) hat einen Kollegen zerstückelt und in den Rhein geworfen. (Archivfoto)
Das Kölner Landgericht entscheidet zum dritten Mal über das Strafmaß des Angeklagten. Der Koch (39, l.) hat einen Kollegen zerstückelt und in den Rhein geworfen. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Der 39-Jährige war ein früherer Kollege des Opfers. Im Januar 2019 wurde er in erster Instanz zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft wegen Totschlags verurteilt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil wegen Fehlern in der Beweiswürdigung auf und verwies das Verfahren zurück ans Kölner Landgericht.

Im Revisionsverfahren wurde der 39 Jahre alte Mann im Februar 2020 wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

Aber erneut hob der BGH das Urteil auf, weil strafschärfende und -mildernde Gründe nicht ausgewogen gewürdigt worden waren.

Das Landgericht muss nun erneut über das Strafmaß verhandeln. Die Schuld des Angeklagten steht hingegen seit dem ersten Urteil fest.

Demnach hat er seinen Kollegen im Streit getötet und anschließend zerteilt.

Die Einzelteile der Leiche wurden später an zwei unterschiedlichen Orten in Köln jeweils von Kindern gefunden.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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