Mord und Totschlag mit Küchenmesser und Grillgabel: Tatverdächtigem droht Psychiatrie

Köln – Mord und Totschlag mit Küchenmesser und Grillgabel: Im Prozess gegen einen jungen Mann am Kölner Landgericht wird am Mittwoch (9.15 Uhr) eine Entscheidung erwartet.

Der Angeklagte sitzt in einem Gerichtssaal des Kölner Landgerichts. (Archivbild)
Der Angeklagte sitzt in einem Gerichtssaal des Kölner Landgerichts. (Archivbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in der Nacht auf den 21. Januar 2020 seinen 60 Jahre alten Vater und dessen 73-jährige Bekannte getötet zu haben. 

Da der Beschuldigte die Taten aufgrund einer paranoiden Schizophrenie im schuldunfähigen Zustand begangen haben soll, geht es in dem Verfahren nicht um eine lange Freiheitsstrafe, sondern um die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie.

Demnach soll es in der Wohnung der 73-Jährigen im Kölner Stadtteil Mülheim in der Tatnacht zunächst zu einem Streit zwischen dem Deutschen und seinem Vater um ein Mobiltelefon gekommen sein. 

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Anschließend soll der Sohn in der Küche ein Messer und eine Grillgabel genommen und damit auf seinen Vater eingestochen haben. Diese Tat wertet die Staatsanwaltschaft als Totschlag. 

Als die 73-Jährige versucht haben soll, telefonisch Hilfe zu rufen, sei auch sie vom Beschuldigten angegriffen und getötet worden. Das war aus Sicht der Staatsanwaltschaft Mord zur Verdeckung eines Verbrechens. 

Der Prozess hatte Anfang Juli begonnen.

Gewaltverbrechen in Wohnung in Köln-Mülheim

Nach dem Hinweis eines Nachbarn hatte die Polizei zunächst die beiden Leichen in der Wohnung entdeckt (TAG24 berichtete). 

Einen Tag später war dann der tatverdächtige Sohn festgenommen worden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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