Mord-Prozess in Köln: 40-Jähriger soll acht Schüsse auf Kontrahenten gefeuert haben

Köln - Wegen Mordes am Bruder seiner Ex-Frau steht ab Mittwoch (9.15 Uhr) ein 40 Jahre alter Mann vor dem Kölner Landgericht.

Ab Mittwoch steht ein Mann (40) wegen Mordes am Bruder seiner Ex-Frau vor dem Kölner Landgericht. (Archivbild)
Ab Mittwoch steht ein Mann (40) wegen Mordes am Bruder seiner Ex-Frau vor dem Kölner Landgericht. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte seinen Ex-Schwager bei einer Auseinandersetzung vor dem Straßenverkehrsamt in Bergheim bei Köln im Februar 2021 erschossen haben.

Der ebenfalls an dem Streit beteiligte neue Partner der Ex-Frau sowie ein weiterer Mann seien durch Schüsse verletzt worden, so die Anklage.

Stunden vor der Tat war der Türke bereits auf seine Ex-Frau und ihren neuen Lebensgefährten getroffen. Es war zu einem Streit gekommen. Daraufhin soll die Frau ihren Bruder herbeitelefoniert haben.

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Bei einem erneuten Aufeinandertreffen wenig später soll der 40-Jährige eine Pistole gezogen und geschossen haben. Dabei wurde der Ex-Schwager von zwei Kugeln tödlich verletzt.

Der Prozess ist mit neun Verhandlungstagen bis zum 1. Juli terminiert.

Update, 15.25 Uhr: 40-Jähriger soll laut Anklage achtmal gezielt geschossen haben

Der Prozess gegen den 40-jährigen Angeklagten ist am Kölner Landgericht in vollem Gange.
Der Prozess gegen den 40-jährigen Angeklagten ist am Kölner Landgericht in vollem Gange.  © Oliver Berg/dpa

Laut Anklage waren am 4. Februar zunächst der Angeklagte und der neue Lebensgefährte der Ex-Frau zufällig vor dem Straßenverkehrsamt in Bergheim aufeinandergetroffen. Eine Eskalation des Wortgefechts hätten die beiden Begleiter des Angeklagten jedoch unterbinden können.

Über die Begegnung habe der neue Partner anschließend seine Freundin, die Ex-Frau des Angeklagten, telefonisch informiert. Aus Sorge soll die Frau dann ihren völlig unbeteiligten Bruder gebeten haben, zu ihrem Freund am Straßenverkehrsamt zu gehen. Der Bitte sei der Bruder mit einem weiteren Bekannten nachgekommen, so die Anklage weiter.

Als die Männer aufeinandertrafen, sollen sich die Gemüter erhitzt haben. So seien Beleidigungen und Drohungen ausgetauscht worden, als der Angeklagte "für alle Beteiligten unerwartet eine Waffe" gezogen und "alle acht Schüsse gezielt auf die drei Geschädigten abgefeuert" habe.

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Der frühere Schwager des Angeklagten sei durch einen Schuss ins Gesäß, bei dem eine Arterie getroffen wurde, tödlich verwundet worden. Die beiden anderen Männer erlitten erhebliche Verletzungen.

Nach den Schüssen habe sich der Türke vom Tatort entfernt, heißt es in der Anklage. Er wurde am selben Abend in einem Taxi vor dem Kölner Polizeipräsidium festgenommen. Vermutlich wollte er sich stellen. Zu den Vorwürfen will er sich nach den Worten seines Verteidigers am zweiten Verhandlungstag äußern.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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