Mord und Totschlag mit Messer und Grillgabel: Anklage vor Kölner Gericht

Köln - Mord und Totschlag mit Küchenmesser und Grillgabel: So lauten seit Dienstag die Vorwürfe gegen einen 22-Jährigen vor dem Kölner Landgericht.

Der Angeklagte wird in einen Gerichtssaal des Landgerichts geführt. Der 22 Jahre alte Mann steht wegen mutmaßlicher Morde mit einem Küchenmesser und einer Grillgabel vor dem Kölner Landgericht.
Der Angeklagte wird in einen Gerichtssaal des Landgerichts geführt. Der 22 Jahre alte Mann steht wegen mutmaßlicher Morde mit einem Küchenmesser und einer Grillgabel vor dem Kölner Landgericht.  © Rolf Vennenbernd/dpa

In der Nacht auf den 21. Januar 2020 soll der junge Mann aufgrund einer paranoiden Schizophrenie im schuldunfähigen Zustand seinen 60 Jahre alten Vater und dessen 73 Jahre alte Bekannte getötet haben.

Der Beschuldigte gab vor Gericht an, weder zu den Vorwürfen noch zu seiner Person Angaben zu machen.

Laut Staatsanwaltschaft soll es in der Wohnung der 73-Jährigen im Kölner Stadtteil Mülheim in der Tatnacht zunächst zu einem Streit zwischen dem 22-Jährigen Deutschen und seinem Vater um ein Mobiltelefon gekommen sein. 

In dessen Verlauf habe der Beschuldigte seinem Vater zunächst eine Wodka-Flasche an den Kopf geschlagen. Anschließend soll der 22-Jährige in der Küche ein Messer und eine Grillgabel genommen und damit auf seinen Vater eingestochen haben. 

Unter anderem habe er seinem Opfer die "Kehle durchgeschnitten", so die Staatsanwältin. 

Diese Tat wertet die Staatsanwaltschaft als Totschlag.

Angeklagter soll schuldunfähig sein

Das Landgericht in Köln.
Das Landgericht in Köln.  © Oliver Berg/dpa

Als die 73-Jährige versucht haben soll, telefonisch Hilfe zu rufen, sei auch sie vom Beschuldigten angegriffen worden. 

Auch sie sei mit mehreren Messerstichen sowie Stichen ins Gesicht mit der Grillgabel tödlich verletzt worden.

Diese Tat wertet die Staatsanwaltschaft als Mord zur Verdeckung eines Verbrechens.

Da der 22-Jährige beide Tötungen in schuldunfähigem Zustand begangen haben soll, geht es in dem Prozess nicht um eine lebenslange Freiheitsstrafe, sondern um die dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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