Prozess um mutmaßlichen Missbrauch bei der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen

Von Bernhard Krebs

Köln/Leverkusen - Mutmaßlicher sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen bei der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen beschäftigt seit Donnerstag das Kölner Landgericht.

Laut Anklageschrift war der Mann von Mitte der 1990er Jahre an knapp 20 Jahre lang in der Kinder- und Jugendarbeit der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen engagiert. (Symbolbild)
Laut Anklageschrift war der Mann von Mitte der 1990er Jahre an knapp 20 Jahre lang in der Kinder- und Jugendarbeit der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen engagiert. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Angeklagt ist ein 45-Jähriger, dem Übergriffe in der Zeit von Mai 2002 bis Oktober 2020 vorgeworfen werden. Unter den Opfern sollen sich fünf Kinder unter 14 Jahren befunden haben.

Zudem legt die Staatsanwaltschaft dem Mann Besitz von Kinder- und Jugendpornografie zur Last, die er auch teilweise von den eigenen Missbrauchshandlungen gefertigt haben soll.

Laut Anklageschrift war der Mann von Mitte der 1990er Jahre an knapp 20 Jahre lang in der Kinder- und Jugendarbeit der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen engagiert.

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Dort habe er eine "Vorbildfunktion" eingenommen und "praktische und theoretische Kenntnisse bezüglich der Tätigkeit als Feuerwehrmann" vermittelt, erklärte der Staatsanwalt.

Zudem war der Mann als Betreuer bei Ferien- und Freizeitaktivitäten dabei. Zwischen Oktober 2010 und August 2012 soll es zu sexuellen Übergriffen auf Jugendliche während eines Zeltlagers gekommen sein.

Angeklagter will Aussagen

Einige der Vorwürfe gegen den 45-jährigen Angeklagten sind bereits verjährt. (Archivbild)
Einige der Vorwürfe gegen den 45-jährigen Angeklagten sind bereits verjährt. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Verteidigerin des 45-Jährigen sagte am Donnerstag, ihr Mandant wolle sich zu den Vorwürfen einlassen. Sie beantragte dafür aber einen Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Kammer gab dem Antrag statt, sodass Zuschauer und Journalisten den Saal verlassen mussten.

Zuvor hatte das Gericht bereits festgestellt, dass 11 von insgesamt 31 Vorwürfen verjährt seien. Die Auffassung wurde auch von einem Nebenklagevertreter geteilt.

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Die Taten gegen seinen Mandanten fielen zwar unter die verjährten Fälle. Der Anwalt appellierte an den Angeklagten, in seiner Einlassung dennoch "Schuld und Verantwortung" für diese Fälle zu übernehmen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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