Totschlag am Kölner Ebertplatz: Prozess beginnt

Köln - Nach einem tödlichen Streit auf dem Kölner Ebertplatz beginnt am Donnerstag (9.15 Uhr) der Prozess gegen einen 26-Jährigen.

Der Ebertplatz gilt seit langem als ein Brennpunkt der Drogenkriminalität in Köln.
Der Ebertplatz gilt seit langem als ein Brennpunkt der Drogenkriminalität in Köln.  © Marius Becker/dpa

Der Somalier ist wegen Totschlags angeklagt. Er soll im vergangenen August einen 25 Jahre alten Landsmann durch einen Stich in den Hals getötet haben. 

Hintergrund der Tat soll eine Auseinandersetzung unter Drogendealern gewesen sein.

Der Ebertplatz gilt seit langem als ein Brennpunkt der Drogenkriminalität in Köln. 

In die überregionalen Schlagzeilen geriet der Platz 2017 nach einem ebenfalls tödlich verlaufenen Konflikt zwischen Dealern. 

Durch eine Umgestaltung und Wiederbelebung wurde der Platz danach gezielt aufgewertet, die Rede war vom "Wunder vom Ebertplatz". 

Nach der Gewalttat vom August 2019 installierte die Polizei auf dem Ebertplatz Videokameras zur Überwachung.

Der Angeklagte sitzt zum Beginn seines Prozesses in einem Saal des Landgerichts. Der 26-Jährige soll einen Mann am Kölner Ebertplatz durch einen Stich in den Hals getötet haben.
Der Angeklagte sitzt zum Beginn seines Prozesses in einem Saal des Landgerichts. Der 26-Jährige soll einen Mann am Kölner Ebertplatz durch einen Stich in den Hals getötet haben.  © Henning Kaiser/dpa

Totschlag am Ebertplatz im Oktober 2017

Vor knapp zwei Jahren im Oktober 2017 war ebenfalls auf dem Ebertplatz ein Mann (22) von einem 26-Jährigen erstochen worden. Hintergrund war ein Revierstreit zwischen Drogenhändlern. Der Täter wurde im August 2018 wegen Totschlags zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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