Pfleger soll Seniorin mehrfach vergewaltigt haben, nun muss er jahrelang hinter Gitter!

Köln - In dem Prozess um die mehrmalige Vergewaltigung einer 81-Jährigen wird am Kölner Landgericht am Freitag (10.30 Uhr) das Urteil gegen einen 63 Jahre alten Angeklagten erwartet.

Das Urteil soll an diesem Freitag am Landgericht Köln fallen.
Das Urteil soll an diesem Freitag am Landgericht Köln fallen.  © Oliver Berg/dpa

Die 81-Jährige ist seit zehn Jahren halbseitig gelähmt und nach einem Blutgerinnsel im Dezember 2019 in Motorik und Kommunikationsfähigkeit erheblich eingeschränkt.

Der Mann wird beschuldigt, die Frau im September 2020 drei Mal vergewaltigt zu haben - während er als Pfleger für sie zuständig gewesen sei.

Die Taten sollen von einer Kamera mit Bewegungsmelder im Schlafzimmer der 81-Jährigen aufgezeichnet worden sein.

Die Staatsanwaltschaft forderte, den Rumänen wegen Vergewaltigung zu elf Jahren Haft zu verurteilen.

Die Verteidigung forderte ein mildes Urteil.

Update, 13.44 Uhr: Pfleger zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt

Der 63-jährige Pfleger ist am Freitag vom Kölner Landgericht wegen der Vergewaltigung einer 81 Jahre alten Patientin zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen dreifacher Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen schuldig.

Laut Urteil hatte der Pfleger, der im Haushalt seines Opfers gelebt hatte, die Taten an drei Tagen im vergangenen September begangen. Die Seniorin ist seit zehn Jahren halbseitig gelähmt und war nach einem Blutgerinnsel im Dezember 2019 motorisch und kommunikativ erheblich beeinträchtigt.

Das Urteil stützte sich weitgehend auf Videoaufnahmen. Die Tochter hatte im Schlafzimmer ihrer Mutter eine Kamera mit Bewegungsmelder angebracht, die die Taten aufgezeichnet hatte. "Die Bilder zeigen in scharfen Bildern das Tatgeschehen", sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Hintergrund der Kamerainstallation war aber kein Verdacht gegen den 63-Jährigen. Vielmehr habe die Tochter so von ihrem Arbeitsplatz in der Nachbarwohnung einen Blick auf ihre Mutter werfen können, wenn diese mal unbeaufsichtigt war.

Der Pfleger hatte die Taten eingeräumt. Mit dem Strafmaß blieb das Gericht deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf elf Jahre Haft plädiert hatte.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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