Vier Jahre Haft: 34-Jähriger in Köln verletzt Nebenbuhler aus "Zorn und Wut"

Köln - Nach einem Messerangriff auf einen Nebenbuhler hat das Landgericht Köln am Mittwoch einen 34-jährigen Mann wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt.

Außenansicht des Landgerichts Köln: Der Messerangreifer wurde hier am Mittwoch verurteilt.
Außenansicht des Landgerichts Köln: Der Messerangreifer wurde hier am Mittwoch verurteilt.  © Oliver Berg/dpa

Der Mann hatte nach Überzeugung des Gerichts im Mai 2020 einen Nebenbuhler bei einer eskalierten Aussprache in Köln mit einem Messer mehrere Schnittverletzungen an Rücken, Kopf und Nacken zugefügt.

Das Opfer überlebte nach einer Not-Operation. Ursprünglich war der Mann wegen versuchten Mordes angeklagt.

Aus "Zorn und Wut" über die Affäre, aber ohne Tötungsabsicht habe der Angeklagte das Opfer mit mehreren Messerschnitten schwer verletzt.

Die Tat sei "ungeplant" gewesen, mehrere Möglichkeiten zur Tötung des Kontrahenten habe der Angeklagte ausgelassen, führte das Gericht aus.

Der Prozess hatte Aufsehen erregt, als der Angeklagte seiner Freundin und Mutter seiner Tochter während der Verhandlung einen Heiratsantrag machte.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Zuvor hatte es eine Auseinandersetzung zwischen Gericht und dem Verteidiger darüber gegeben, ob ein 2019 auf Ibiza geschlossenes Verlöbnis fortbestehe und der Zeugin ein Zeugnisverweigerungsrecht zustehe.

Das Gericht wertete den Heiratsantrag als taktisches Manöver und befragte die Frau dennoch. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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