Prozess: Mann soll 26-Jährigen erstochen haben, weil dieser seine Schwester beleidigte

Köln - Er soll einen Mann erstochen haben, nachdem dieser seine Schwester beleidigte: Wegen Totschlags steht am Dienstag (9.15 Uhr) ein 25-Jähriger vor dem Kölner Landgericht. 

Ein wegen Totschlags Angeklagter (r) steht mit seinen Anwälten Arno Dhein (l) und Gottfried Reims vor Prozessbeginn in einem Saal des Landgerichts.
Ein wegen Totschlags Angeklagter (r) steht mit seinen Anwälten Arno Dhein (l) und Gottfried Reims vor Prozessbeginn in einem Saal des Landgerichts.  © Weronika Peneshko/dpa

Der Angeklagte soll das 26 Jahre alte Opfer im Frühjahr in der Nähe des Aachener Weihers angegriffen haben. 

Zuvor hatte der 26-Jährige nach Gerichtsangaben um ein Treffen gebeten und die Schwester des 25-Jährigen "erheblich beleidigt".

Ein Autofahrer hatte den verletzten 26-Jährigen auf einem Gehweg gefunden. 

Er soll betrunken gewesen sein. Der junge Mann starb trotz eines Rettungseinsatzes noch vor Ort. 

Für den Prozess sind zwölf Verhandlungstage vorgesehen.

Update, 12.30 Uhr: Angeklagter schweigt zu den Vorwürfen

Beim Prozessauftakt schwieg der wegen Totschlags Angeklagte mit irakischer Staatsangehörigkeit zu den Vorwürfen.

Laut Anklage hatte der 25-Jährige in der Nähe des Aachener Weihers in der Kölner Innenstadt ein Messer gezückt und damit dem 26-Jährigen in den Oberkörper gestochen. Das Opfer sei mit dem Gesicht auf die Straße gefallen. Der Angeklagte sei geflüchtet. 

Zuvor soll der 26-Jährige den mutmaßlichen Täter über Instagram um ein Treffen gebeten haben. Zum verabredeten Treffpunkt erschien der 26-Jährige demnach betrunken und aggressiv. 

Er erklärte, dass er eine Beziehung zur Schwester des Angeklagten habe, die er als "Hure" und "Schlampe" beleidigte.

Titelfoto: Weronika Peneshko/dpa

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