Wegen mutmaßlicher Überforderung: Pfleger soll demenzkranken Patienten erwürgt haben

Köln - Ein 47 Jahre alter Krankenpfleger muss sich ab Dienstag (9.15 Uhr) wegen Totschlags vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Weil er seinen Patienten (†79) erwürgt haben soll, muss sich ein Krankenpfleger (47) ab Dienstag vor dem Kölner Landgericht verantworten. (Archivbild)
Weil er seinen Patienten (†79) erwürgt haben soll, muss sich ein Krankenpfleger (47) ab Dienstag vor dem Kölner Landgericht verantworten. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Anklage legt ihm zur Last, im April 2019 auf einer Station des Krankenhauses Wermelskirchen im Bergischen Land einen schwer demenzkranken Patienten erwürgt zu haben.

Zuvor soll der 79 Jahre alte Patient wiederholt sein Bett in verwirrtem Zustand verlassen haben. Er sei über die Station gelaufen, habe auf den Boden uriniert und sich jedes Mal nur unter Protest von dem Krankenpfleger zurück ins Bett bringen lassen.

"Die Anklageschrift geht davon aus, dass der Angeklagte in der konkreten Situation mit den vielfältigen Aufgaben auf der Station überfordert war", sagte ein Sprecher des Landgerichts.

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Der 47-Jährige soll in der Tatnacht allein für 30 Patienten verantwortlich gewesen sein, zu denen auch der 79-Jährige gehörte.

Der Prozess ist bis zum 16. Juli mit sieben Verhandlungstagen terminiert.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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