Seniorin brutal erschlagen: Drogenabhängiger schweigt vorerst zur Tat

Wuppertal – Nach dem mutmaßlichen Raubmord an einer Solinger Seniorin muss sich ein Drogenabhängiger (47) von Montag (9.15) an in Wuppertal vor Gericht verantworten.

Die Polizei sicherte Spuren am Tatort in Solingen. (Archivfoto)
Die Polizei sicherte Spuren am Tatort in Solingen. (Archivfoto)  © Tim Oelbermann

Er soll die 76-Jährige im Februar vergangenen Jahres erschlagen haben, als sie ihn beim Einbruch in ihr Haus überraschte.

Mit einem kantigen Gegenstand soll der Angeklagte mindestens elf Mal auf den Kopf der Solingerin eingeschlagen haben.

Der 47-Jährige ist wegen Eigentums- und Drogendelikten vorbestraft, saß mehrmals hinter Gittern.

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Die Anklage geht davon aus, dass er mit der Beute aus der Tat - mehreren Schmuckstücken - seine Drogensucht finanzieren wollte.

Das Wuppertaler Landgericht hat für den Fall insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Dem 47-Jährigen droht lebenslange Haft.

Update, 13.10 Uhr: Angeklagtem droht lebenslange Sicherheitsverwahrung

Der 47-Jährige muss sich vor dem Wuppertaler Landgericht verantworten.
Der 47-Jährige muss sich vor dem Wuppertaler Landgericht verantworten.  © Tim Oelbermann

Dem 47-jährigen mutmaßlichen Raubmörder droht eine unbefristete Sicherungsverwahrung. Außerdem könnte der Angeklagte in einer geschlossenen Entziehungsanstalt untergebracht werden, sagte der Vorsitzende Richter des Wuppertaler Landgerichts am Montag beim Prozessauftakt.

Der Angeklagte ist seit vielen Jahren drogenabhängig und war zeitweise wohnungslos. Der Deutsche soll die 76-Jährige im Februar 2020 erschlagen haben, als sie ihn beim Eindringen in ihr Haus überraschte. Zur Tat werde er vorerst schweigen, sagte sein Verteidiger.

Die Leiche der allein lebenden Frau war in ihrer durchwühlten Wohnung entdeckt worden. Das Opfer wohnte in einer idyllischen Hofschaft in Solingen, wo die Tat für Entsetzen gesorgt hatte.

Titelfoto: Tim Oelbermann

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