Ermittler werfen angeklagter Linksextremistin Lina E. weitere Gewalttat vor

Leipzig - Bereits im Mai wurde Lina E. wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung sowie der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung von der Bundesanwaltschaft angeklagt. Jetzt wird ihr eine weitere Tat zu Lasten gelegt.

Im linken Leipziger Stadtteil Connewitz werden immer wieder Forderungen nach Linas Freilassung laut – hier eher harmlos in Form von Graffitis.
Im linken Leipziger Stadtteil Connewitz werden immer wieder Forderungen nach Linas Freilassung laut – hier eher harmlos in Form von Graffitis.  © Screenshot/MDR/Kripo Live

Laut dem Bundesgerichtshof soll die Angeklagte am 2. Oktober 2018 mit drei anderen Tätern eine Attacke auf den ehemaligen NPD-Stadtrat Enrico Böhme (38) verübt haben.

Die Angreifer sollen den Mann am frühen Morgen beim Verlassen seiner Wohnung abgepasst und ihn dort mit Tritten zu Fall gebracht haben.

Dann sollen Lina E. und ihre Komplizen auf den bereits am Boden liegenden Böhme eingeschlagen und getreten und außerdem Pfefferspray versprüht haben. Er erlitt Verletzungen im Gesicht sowie einen Kniescheibenbruch.

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Die Bundesanwaltschaft hatte bereits im Mai gegen Lina E. und drei weitere mutmaßliche Angehörige einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung Anklage erhoben, damals wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der Beteiligung an körperlichen Übergriffen zwischen Ende Oktober2018 und Mitte Februar 2020.

Seit die Studentin der Erziehungswissenschaften am 5. November 2020 in ihrer Wohnung festgenommen worden ist, sitzt sie im zentralen Frauengefängnis der JVA Chemnitz in Untersuchungshaft.

Titelfoto: Screenshot/MDR/Kripo Live

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