Nach tödlichem Unfall auf der Jahnallee: Lkw-Fahrer zu Geldstrafe verurteilt

Leipzig - Zwei Jahre nach dem tödlichen Unfall an der Ecke Jahnallee und Cottaweg in Leipzig, bei dem eine Radfahrerin (20) ums Leben kam, ist am Montag der 59-jährige Lkw-Fahrer verurteilt worden, der die Frau überrollt hatte.

Der Lkw, mit dem der 59-Jährige zum Zeitpunkt des Unfalls unterwegs war. Am Montag wurde gegen den Mann das Urteil gefällt.
Der Lkw, mit dem der 59-Jährige zum Zeitpunkt des Unfalls unterwegs war. Am Montag wurde gegen den Mann das Urteil gefällt.  © Nico Zeißler

Amtsgericht-Sprecherin Claudia Weber bestätigte das Urteil gegenüber TAG24.

Das Gericht beschied den 59-Jährigen der fahrlässigen Tötung schuldig. Selbst sein Verteidiger hatte ein "fatales Versagen" eingeräumt, wie es in einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" hieß. Er würde "sofort eine längere Gefängnisstrafe antreten, wenn dies das Mädchen zurückbringen würde."

Das Gericht beließ es jedoch bei einer Geldstrafe für den Familienvater, der sich zuvor nichts habe zuschulden kommen lassen.

"Der Mann erhielt ein Fahrverbot von zwei Monaten sowie eine Geldstrafe von 180 Tagen à 30 Euro", erklärte Gerichts-Sprecherin Weber. Der 59-Jährige hatte am 22. Mai 2019 die 20-jährige Radfahrerin mit seinem Laster überrollt, als er von der Jahnallee nach rechts in den Cottaweg eingebogen war.

Einem Gutachter zufolge konnte die Radlerin nichts tun, um den Crash zu verhindern, berichtete die LVZ weiter.

Die Frau geriet unter den Lkw und wurde daraufhin noch mehrere Meter mitgeschleift, bevor der Lkw zum Stehen kam. Zeugen des Unfalls hatten daraufhin Polizei und Rettungsdienst alarmiert, doch für die 20-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.

Titelfoto: Nico Zeißler

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