Prozess um A14-Verlängerung in Sachsen-Anhalt: Urteil fällt erst nächste Woche

Leipzig/Osterburg - Die Verhandlung über die Nordverlängerung der A14 in Sachsen-Anhalt ist am Dienstag am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ohne Entscheidung zu Ende gegangen.

Der Bau der Verlängerung auf der A14 im Norden Sachsen-Anhalts zieht sich hin. Jetzt beschäftigt sich sogar das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig damit.
Der Bau der Verlängerung auf der A14 im Norden Sachsen-Anhalts zieht sich hin. Jetzt beschäftigt sich sogar das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig damit.  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Das Gericht kündigte das Urteil für kommende Woche Mittwoch an.

Der Verein Naturfreunde Sachsen-Anhalt hatte den Planfeststellungsbeschluss vom 14. Dezember 2020 für den Abschnitt Osterburg-Seehausen-Nord angefochten. Er moniert vermeintliche Planungsfehler in Bezug auf den Klima-, Natur- sowie Artenschutz.

Nach Auffassung des Vereins fußt die Planung des 16,8 Kilometer langen Abschnittes unter anderem auf Prognosen, die bis 2030 einen unrealistisch hohen Verkehrszuwachs vorhersagen. Außerdem sei das im Planfeststellungsbeschluss festgehaltene Konzept zum Schutz von Wölfen im Baugebiet ungenügend.

Mordfall Jesse: Für elf Kilo "Gras" ein Leben ausgelöscht – Pianist schweigt vor Gericht
Gerichtsprozesse Leipzig Mordfall Jesse: Für elf Kilo "Gras" ein Leben ausgelöscht – Pianist schweigt vor Gericht

Unklar sei zudem, ob die Ausgleichspflanzungen für gefällte Bäume den Zielsetzungen des Klimaschutzgesetzes gerecht werden.

Der Verein beantragte deshalb am Ende der mündlichen Verhandlung, den Planfeststellungsbeschluss aufzuheben.

Das beklagte Landesverwaltungsamt beantragte hingegen, die Klage abzuweisen.

Originaltext vom 26. April 5.49 Uhr, aktualisiert um 18.50 Uhr

Titelfoto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Leipzig: