Nach Quarantäne: Familie scheitert endgültig mit Schadenersatz-Klage

Magdeburg - Eine Familie aus Magdeburg ist nun endgültig mit ihrer Klage auf Schmerzensgeld für eine angeordnete Corona-Quarantäne gescheitert.

Das Oberlandesgericht Naumburg wies die Berufung einer Familie ab, die Schmerzensgeld wegen einer angeblich falsch angeordneten Corona-Quarantäne verlangt.
Das Oberlandesgericht Naumburg wies die Berufung einer Familie ab, die Schmerzensgeld wegen einer angeblich falsch angeordneten Corona-Quarantäne verlangt.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg bestätigte ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Magdeburg, wie ein Sprecher am Montag mitteilte.

Eine Berufung der vier Kläger wurde demnach zurückgewiesen.

Die Familie hatte mindestens 3700 Euro Schmerzensgeld pro Person gefordert. Aus Sicht der Kläger basierte die Quarantäne im April 2021 auf einem falsch positiven Ergebnis des PCR-Corona-Tests und sei somit unrechtmäßig gewesen.

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Ein Zivilrichter verwies auf das positive Ergebnis und sah die Quarantäne als rechtmäßig an. Die Stadt habe sich aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse auf den PCR-Test verlassen dürfen.

Das OLG ergänzte nun laut dem Gerichtssprecher, dass die Stadt ohne Verschulden handelte, weil sie sich an die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts gehalten hat.

Zudem gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass zuverlässigere Möglichkeiten für eine Diagnostik vorhanden sind.

Das Urteil des Landgerichts Magdeburg ist nun rechtskräftig.

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