30-Jähriger zu Tode geprügelt, weil er "Schlampe" sagte? Mord-Prozess verschoben!

Neubrandenburg - Der Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes an einem Mann in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), der ursprünglich am heutigen Dienstag beginnen sollte, ist kurzfristig verschoben worden.

Am Neubrandenburger Landgericht sollten ab Dienstag eigentlich zwei mutmaßliche Mörder auf der Anklagebank sitzen.
Am Neubrandenburger Landgericht sollten ab Dienstag eigentlich zwei mutmaßliche Mörder auf der Anklagebank sitzen.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Es gebe einen plötzlichen Krankheitsfall unter Prozessbeteiligten, sagte eine Sprecherin des Landgerichtes Neubrandenburg am Montag.

Das Verfahren gegen einen 19-jährigen Iraner und einen 16 Jahre alten Beschuldigten aus Afghanistan soll nun am 16. August beginnen. Beiden wird vorgeworfen, einen 30-Jährigen aus Afghanistan am 7. Februar auf einem Spazierweg in Neubrandenburg in Streit verwickelt und ihn dann getötet zu haben.

Anlass der Attacke war laut Staatsanwaltschaft, dass der 30-Jährige eine Freundin des 19-Jährigen als "Schlampe" beleidigt haben soll. Der Mann sei damit wegen einer Ehrverletzung aus niederen Beweggründen getötet worden, die Tat sei als gemeinschaftlicher Mord zu werten.

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Die Beschuldigten sollen den 30-Jährigen unter anderem mit einem Holzstamm geschlagen und ihn auch, als er schon am Boden lag, getreten und geschlagen haben, wie Zeugen beobachtet hätten.

Passanten gingen dazwischen und holten Hilfe. Die mutmaßlichen Täter flohen, wurden kurze Zeit später in der Nähe gefasst und kamen in U-Haft. Das Opfer hatte schwerste Kopfverletzungen und starb trotz schneller medizinischer Hilfe am 18. Februar in einer Klinik.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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