Aus Hass zu Tode getreten: 30-Jähriger hatte keine Überlebenschance!

Neubrandenburg - Der 30-jährige Mann, der im Februar im Zuge einer Gewaltattacke in Neubrandenburg ums Leben kam, hatte keine Überlebenschance mehr.

Ein 19- und ein 17-Jähriger müssen sich vor dem Landgericht Neubrandenburg wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.
Ein 19- und ein 17-Jähriger müssen sich vor dem Landgericht Neubrandenburg wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.  © Stefan Sauer/dpa

Das hat die gerichtsmedizinische Gutachterin, die Greifswalderin Britta Bockholdt, im Prozess gegen die mutmaßlichen Täter am Dienstag in Neubrandenburg erklärt.

"Das Opfer hatte so massive Hirnverletzungen, dass es keine Möglichkeit für eine Heilung gab", sagte die Expertin. Der Mann aus Afghanistan war am 7. Februar in Neubrandenburg zusammengeschlagen worden und am 18. Februar an den Folgen gestorben. "Ursache waren Fußtritte mit hoher Energie gegen den Kopf", sagte Bockholdt.

Am Landgericht Neubrandenburg müssen sich in dem Zusammenhang zwei Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten. Der 19 Jahre alter Iraner und sein 17-jähriger Bekannter aus Afghanistan sollen das Opfer zu einem Wanderweg am Oberbach gelockt, ihn dort schwer misshandelt und tödlich verletzt haben.

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Anlass war laut Staatsanwaltschaft, dass der 30-Jährige eine Freundin des 19-Jährigen im Vorfeld als "Schlampe" bezeichnet haben soll. Das sei als "Ehrverletzung" gewertet worden.

Fotos von Obduktion gezeigt und diskutiert: Bruder des Opfers und Zuschauer verlassen Gerichtssaal

Einer der beiden Angeklagten hält sich schützend einen Ordner vor das Gesicht.
Einer der beiden Angeklagten hält sich schützend einen Ordner vor das Gesicht.  © Stefan Sauer/dpa

Der 19-Jährige hatte nach Angaben von Zeugen den 30-Jährigen schon ein paar Tage vorher in Altentreptow aus diesem Grund geschlagen und ihn am 7. Februar dann zum zweiten Mal attackiert.

Die Angeklagten waren geflohen, aber von Zeugen am Tattag gesehen und in der Nähe des Tatortes gefasst worden. In der Verhandlung am Dienstag wurden auch Fotos von der Obduktion des Opfers während des Gutachtens öffentlich gezeigt und diskutiert.

Der Bruder des Opfers, der als Nebenkläger auftritt, und weitere Zuschauer verließen den Gerichtssaal vorher lieber.

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Ein Urteil in dem Prozess, der am 27. September weitergeht, wird Ende September erwartet. Die Richterin gab bekannt, dass nun auch eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge erwogen wird.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

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