Antisemitischer Angriff: Schläger muss in München nun vor Gericht!

Von Gregor Bauernfeind

München/Berlin - Nach dem antisemitischen Angriff auf einen 33 Jahre alten Berliner an der Münchner Frauenkirche muss sich der mutmaßliche Täter vor Gericht verantworten.

Nach dem antisemitischen Angriff an der Münchner Frauenkirche muss sich der mutmaßliche Täter vor Gericht verantworten. (Symbolbild)
Nach dem antisemitischen Angriff an der Münchner Frauenkirche muss sich der mutmaßliche Täter vor Gericht verantworten. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Dem Mann werden vorsätzliche Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft München am Donnerstag entsprechend mitteilte. Zuvor hatte Bild berichtet.

Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar.

Der 44-Jährige aus dem Landkreis Starnberg in Bayern hatte im Mai dem 33-Jährigen unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

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Nach Polizeiangaben war der Mann weder jüdischen Glaubens noch trug er eine Kippa.

Der Bild sagte der Mann: "Für einen antisemitischen Angriff reichte es wohl, dass er mein Käppi für eine Kippa hielt. Das war echt heftig – dass man Antisemitismus im Alltag so mitbekommt."

Der Berliner trug bei dem Angriff eine blutende Wunde an der Lippe davon und ging zu Boden.

Die Anklage war laut Staatsanwaltschaft Mitte Juni erhoben worden. Der Beschuldigte ist polizeibekannt: Erst wenige Monate vorher war er wegen des Verwendens Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen bestraft worden.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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