Banken um Geld geprellt: Das steckt hinter der "Läufer"-Masche

München - Sie eröffnen mit gefälschten Nachweisen Bankkonten, überziehen den Dispo-Kredit bis zum Anschlag - und tauchen unter. Ermittler sprechen von "Läufern".

Der angeklagte Mann (l.) unterhält sich vor Prozessbeginn im Landgericht mit seinem Anwalt Werner Kränzlein im Münchner Sitzungssaal.
Der angeklagte Mann (l.) unterhält sich vor Prozessbeginn im Landgericht mit seinem Anwalt Werner Kränzlein im Münchner Sitzungssaal.  © Sven Hoppe/dpa

Indem sie mit der nicht mehr gedeckten Bankkarte bezahlen, werden Banken oder auch Geschäfte um Geld geprellt.

Am Dienstag (9 Uhr) beginnt am Landgericht München I der Prozess gegen einen mutmaßlichen Betrüger, der diese Masche als Teil einer Bande benutzt haben soll.

Laut Staatsanwaltschaft holten die Organisatoren der Bande, zu denen auch der Angeklagte gehören soll, mehrere "Läufer" aus dem europäischen Ausland, um sie in Deutschland Konten eröffnen zu lassen.

Mit gefälschten Gehaltsnachweisen erschlichen sie sich Dispo-Kredite.

Nach Angaben des Bayerischen Bankenverbandes ist die Masche zwar kein Massenphänomen, aber durchaus bekannt.

Wie hoch der Schaden ist, der Geldhäusern durch diese Art des Betrugs entsteht, sei dem Verband nicht bekannt, sagte eine Sprecherin. Banken könnten sich aber relativ einfach schützen, indem sie den Dispokredit erst nach regelmäßigem Geldeingang einrichten.

Das Gericht hat zwei Verhandlungstage für den Betrugsprozess angesetzt.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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