"Sonne" als Brotmarke: Hofpfisterei und Biomarkt legen Streit bei

München/Chemnitz - Im Gerichtsstreit um "Sonne" als Name für Backwaren hat sich die Bäckereikette Hofpfisterei mit einem Chemnitzer Biomarkt geeinigt.

Die Bäckereikette Hofpfisterei verklagte einen Chemnitzer Bio-Naturmarkt. (Symbolbild)
Die Bäckereikette Hofpfisterei verklagte einen Chemnitzer Bio-Naturmarkt. (Symbolbild)  © Robert Schlesinger dpa/lbn

Bezüglich des Inhalts der Einigung vereinbarten die Streitparteien Geheimhaltung, sagte eine Sprecherin des Landgerichts München I am Mittwoch.

Die Hofpfisterei hatte den Biomarkt auf Unterlassung verklagt, nachdem dieser unter anderem einen "Sonnenlaib" im Sortiment hatte.

Nach Auffassung der Münchner Firma hatte der Markt damit gegen das Markenrecht verstoßen: Die Bezeichnung "Sonne" in Zusammenhang mit Brot und Backwaren habe die Hofpfisterei vor mehr als 40 Jahren ins Markenregister eintragen lassen.

"Alles Lügen": Vater bestreitet 288-fache Vergewaltigung an seiner eigenen Tochter
Gerichtsprozesse München "Alles Lügen": Vater bestreitet 288-fache Vergewaltigung an seiner eigenen Tochter

Immer wieder mahnt das Unternehmen deshalb auch kleine Bäckereibetriebe ab.

Allein beim Landgericht München I wurden schon mehr als 20 Verfahren zum Thema abgeschlossen - oft ohne eine gütliche Einigung.

Zuletzt wurde dort Anfang Mai die Supermarktkette Rewe verurteilt, die Namen "Partysonne" und "Sonnenkorn" nicht mehr für Brote, Semmeln oder andere Backwaren zu benutzen.

Titelfoto: Robert Schlesinger dpa/lbn

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse München: